Sozial, vielfältig und professionell.

Arbeiten in den Werkstätten der Markus-Gemeinschaft.

In unseren drei unterschiedlichen Arbeitsbereichen mit insgesamt zwölf Tätigkeitsfeldern erhalten Menschen mit Behinderungen Teilhabe am Arbeitsleben. Seit 2006 sind wir anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) nach SGB IX mit integrierter Tagesförderstätte.

Insgesamt verfügen wir über 60 Arbeitsplätze für die Bewohner*innen der Markus-Gemeinschaft sowie externe Beschäftigte. Unser Ziel ist es, allen Beschäftigten einen Arbeitsplatz zu bieten, der zu ihren persönlichen Fähigkeiten und Interessen passt. Arbeit steht bei uns nicht nur für Produktivität, sondern vor allem für Erfahrung, Anerkennung und Kompetenzentwicklung.

Die Rahmenbedingungen sind dabei durch einen Werkstattvertrag, Sozialleistungen, feste Arbeitszeiten, Urlaubstage sowie Fortbildungsmaßnahmen definiert. Wir verstehen die Teilhabe am Arbeitsleben als einen wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. In unserer Werkstatt (WfbM) erhalten daher Menschen mit Behinderungen zuerst die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren. Anschließend erfolgt die Aufnahme in einen unserer drei großen Arbeitsbereiche.

Ronald Förderer, Werkstattleiter der Markus Gemeinschaft, lehnt lächelnd an einer Wand.

Das Arbeitsleben hier vor Ort ist Ausdruck eines guten sozialen Miteinanders. Es ermöglicht Vernetzung untereinander, verschafft Anerkennung und stärkt die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen mit Behinderungen. Durch gute und sinnstiftende Arbeit werden die Entwicklung und die Festigung von Kompetenzen ermöglicht und sie trägt entscheidend zur Selbstverwirklichung bei.

Ronald Förderer, Werkstattleitung Markus-Gemeinschaft

 

Natur, Handwerk und Leidenschaft.

Unsere Arbeitsbereiche in der Übersicht.

Grüner Bereich:

Die Arbeit in unserem Grünen Bereich ist verantwortungsvoll und abwechslungsreich. Wir bewirtschaften eine 75 Hektar große landwirtschaftliche Nutzfläche nach biologisch-dynamischen Grundsätzen. Der Ertrag schafft die Grundlage für unsere Selbstversorgung sowie die Weiterverarbeitung unserer Lebensmittelprodukte in unserer Demeter-Hofbäckerei, den Mittagsservice und den Verkauf eines vielfältigen Warensortimentes auf Märkten und im regionalen Einzelhandel. Die Tätigkeitsfelder dieses Arbeitsbereiches sind so vielseitig wie der Jahreskreislauf und erfordern ein hohes Maß an Wissen und Verantwortung. In folgenden Bereichen bieten wir Möglichkeiten zur Arbeit:

 

Mehrere Personen bei der Ernte auf einem Feld. Rechts steht ein kleiner Traktor.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist das Herzstück unserer Lebensmittelerzeugung. Mit viel Liebe für Qualität und dem Bewusstsein für gute Ernährung und nachhaltige Ressourcennutzung bewirtschaften wir unsere landwirtschaftlichen Flächen.

Hände, die rote Beete und kleine Kürbisse halten.

Gemüsebau und Gärtnerei

In Gewächshäusern und auf Freiflächen kultivieren wir eine Vielzahl an Gemüse- und Fruchtarten sowie Kräuter. Die Arbeit in diesem Bereich ist anspruchsvoll und findet im direkten Austausch mit dem Team der Landwirtschaft statt.

Ein Mann im Offenstall für Rinder. Er schiebt einer Kuh Stroh zu.

Rinderhaltung / Viehwirtschaft

Unsere Rinderrasse Rotes Harzer Höhenvieh / Harzer Rotvieh erhält ausschließlich betriebseigenes Demeter-Futtermittel. Die Arbeit mit den Tieren ist Therapie, Freude und Ertrag zugleich.

Bereich Lebensmittel / Veredelung:

In diesem Arbeitsbereich der Werkstatt, werden die durch eigene Herstellung gewonnenen Rohstoffe mit Achtsamkeit und Wertschätzung veredelt. In unseren Küchen wird täglich mit frischen Zutaten gesund, vollwertig und ausgewogen gekocht. Zum einen zur Versorgung der Beschäftigten und der Mitarbeitenden der Markus Gemeinschaft. Zum anderen bieten wir die Dienstleistung des mobilen Mittagsservices, zum Beispiel für Schulen und Kitas. In unserer Hofbäckerei entsteht jeden Tag eine große Auswahl an knackfrischen Demeter-Vollkornbackwaren. Unsere veredelten Lebensmittel erhalten sie in ausgewählten Filialen des regionalen Einzelhandels sowie aus Wochen- und Bauernmärkten. Folgende Tätigkeitsfelder stehen den Beschäftigten zur Auswahl:

 

Zwei Männer und eine Frau in weißer Arbeitskleidung bei der Arbeit in der Großküche. Die Frau im Vordergrund schöpft Suppe aus einem großen Topf.

Küche

In unseren Küchen (Haupt-, Schäl- und Nebenküche) geht es heiß her. Tagtäglich kochen wir hier das Essen für unsere Bewohner*innen, Mitarbeitenden und für unseren  Mittagsservice.

Zwei Männer und eine Frau in Arbeitskleidung. Sie füllen Müsli in Papierverpackungen.

Veredlung

Aus selbst hergestellten Rohstoffen entstehen durch sorgfältige Arbeit hochwertige Lebensmittel wie Müslis und Brotaufstriche. Das ist lecker, vollwertig und gesund.

Vor einem Gebäude aus Holz steht ein silberner Transporter. Zwei Frauen laden Essenstöpfe ein.

Essentour

Das Team unserer Essentour versorgt Kitas, Schulen und Einrichtungen in unserer Region mit frischen Mahlzeiten im mobilen Mittagsservice.

Im Vordergund Regale mit frisch gebackenem Brot. Im Hintergrund steht der Bäcker und bereitet Brote fürs Backen vor.

BIO-Bäckerei

Mit hauseigenen Demeter-Mehlen, Liebe zum traditionellen Backhandwerk und ausreichend Zeit entsteht eine große Auswahl leckerer und gesunder Backwaren.

Servicebereich:

In unserem Servicebereich wird handwerklich und hauswirtschaftlich, vor allem aber dienstleistungsorientiert gearbeitet. Wir betreiben eine eigene Herberge, in der Menschen mit und ohne Behinderung die ideale Basis für einen entspannten Urlaub in der landschaftlichen Schönheit Thüringens finden. Unsere Tischlerei produziert nicht nur kleinere Dekorationsartikel und Vollholz-Möbel nach Kundenwunsch. Auch Sonderanfertigungen wie Messestände, Carports, Türen und Fenster können in Auftrag gegeben werden. Darüber hinaus betreiben wir eine eigene Wäscherei, welche auch im Kundenauftrag arbeitet, eine mobile Mosterei, eine Arbeitsgruppe zur Grünanlagenpflege, u.v.m.. In diesem Teil unserer Werkstatt können die Beschäftigten in folgenden Bereichen arbeiten:

 

Ein Mann und eine lachende Frau bei ihrer Arbeit in der Wäscherei.

Wäscherei / Hauswirtschaft

Unser Hauswirtschaftsteam sorgt nicht nur für Sauberkeit innerhalb der Markus-Gemeinschaft, sondern versorgt auch Kunden aus der Umgebung mit hygienisch reiner Wäsche.

Eine lächelnde Frau wischt eine Holztür ab. Im Hintergrund zwei Frauen bei der Raumpflege.

Herberge

Das Wohl unserer Gäste ist unser größtes Anliegen. Mit Unterstützung von Fachpersonal sorgen unsere Beschäftigten für saubere Zimmer mit der besonderen Wohlfühlatmosphäre.

Zwei Männer in der Tischlerei bei der Arbeit an einer Tischsäge.

Tischlerei

Die Arbeit mit Holz ist unsere Leidenschaft und in unserer Tischlerei gibt es immer etwas zu tun. Wir bauen z. B. Fenster, Türen sowie Möbel für Kunden und stellen tolle eigene Produkte her.

Zwei Männer reparieren einen Wasserhahn in einer Küche.

Hausmeisterei

Das Team der Hausmeisterei ist immer im Einsatz, damit es bei uns in der Gemeinschaft rund laufen kann. Ob kaputte Glühbirne oder tropfender Wasserhahn: Die Hausmeisterei richtet es!

Zwei Männer bei der Gartenpflege. Ein Mann harkt, der andere zupft Unkraut.

Grünpflege

Damit das Gelände unserer Gemeinschaft gepflegt und einladend aussieht, ist das Team der Grünpflege täglich unterwegs. Es wird gemäht, geharkt und alle Pflanzen werden versorgt.

Ein junger Mann arbeitet an der Saftpresse.

Mobile Mosterei

Das saisonale Angebot unserer mobilen Mosterei umfasst das Keltern regionaler Obstsorten zu leckerem Saft. Sie treffen unser Mosterei-Team auf regionalen Märkten oder nach Absprache bei uns auf dem Gelände.

Impressionen aus unseren Arbeitsbereichen.

Bildung und Qualifizierung als Schlüssel zur Teilhabe.

Berufliche Bildung und Förderbereich der Markus-Gemeinschaft.

Berufliche Bildung:

Menschen mit Behinderungen, die bisher noch nicht in einer Werkstatt (WfbM) gearbeitet haben, erhalten bei uns die Möglichkeit, zuerst in einem mehrtägigen Schnupper-Praktikum unsere unterschiedlichen Werkstätten kennenzulernen. Interessierte können danach mit dem sogenannten Eingangsverfahren beginnen. Hier wird einem Zeitraum von 3 Monaten herausgefunden, welche Fähigkeiten gestärkt werden können und welche Qualifikationen noch erlangt werden müssen.

Im anschließenden Berufsbildungsbereich werden angehende Beschäftigte für den Einsatz in einem unserer Arbeitsbereiche der Werkstatt oder für Bildungs- oder Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet und qualifiziert. Dazu werden innerhalb von 24 Monaten in verschiedenen Lehrgängen neben theoretischen und praktischen Fähigkeiten auch persönlichkeitsbildende und soziale Kompetenzen vermittelt.

Förderbereich:

Menschen, die noch keiner oder nicht mehr einer Arbeit innerhalb unserer Werkstatt nachgehen können, bietet unsere Tagesförderstätte eine Alternative zur Berufstätigkeit. Basierend auf unserem sozialpädagogischen Konzept stehen der Ausbau und der Erhalt motorischer und kognitiver Fähigkeiten im Mittelpunkt der dortigen Alltagsgestaltung. Ein strukturierter Tagesablauf schafft darüber hinaus Sicherheit und Stabilität. Ziel der Fördermaßnahmen ist die Vorbereitung auf die Teilnahme an Berufsbildungs- und Arbeitsangeboten in der Werkstatt.

Die 180 qm großen, modernen Räume der Förderstätte sind architektonisch multifunktional gestaltet und können sowohl für kleinere Gruppenarbeit als auch für größere Veranstaltungen genutzt werden. Die Panorama-Fensterflächen unterstützen zudem den inklusiven Gedanken und öffnen die Räume visuell für die Gemeinschaft.

Arbeitsbegleitende Maßnahmen:

Um unseren Beschäftigten einen Ausgleich zur Tätigkeit in der Werkstatt anzubieten und den Arbeitsalltag abwechslungsreich zu gestalten, bieten wir sogenannte Arbeitsbegleitende Maßnahmen. Dazu gehören u. a.:

  • themenspeziefische Ausflüge,
  • Vorträge zu fachrelevanten Themen,
  • sportliche Aktivitäten wie Fußball, Tischtennis und Volleyball,
  • kulturelle Angebote, z.B. Besuche von Museen, Theater und Kino,
  • Betriebsbesichtigungen in der Region ansässiger Firmen.
Drei Menschen an einem Tisch. Im Vordergrund bemalt eine junge Frau eine Keramikvase.

Teilhabe und Mitwirkung.

Selbstvertretung in der Markus-Gemeinschaft.

Der Werkstattrat vertritt als Gremium die Belange der Beschäftigten mit Behinderungen in der Markus-Gemeinschaft. Der Werkstattrat wird alle 4 Jahre von den Beschäftigten gewählt.

Darüber hinaus gibt es eine Frauenbeauftragte, die sich für die Anliegen der weiblichen Beschäftigten engagiert und sich für die Gleichstellung starkmacht. Bei der Frauenbeauftragten und dem Werkstattrat handelt es sich um Menschen mit Behinderungen, welche in unseren Werkstätten beschäftigt sind.

Beide Positionen haben Anspruch auf jährliche Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen.

Haben Sie Fragen, Wünsche oder Anregungen?

Kontaktieren Sie uns gerne.

Ronald Förderer, Werkstattleiter der Markus Gemeinschaft, lehnt lächelnd an einer Wand.

Ihr Ansprechpartner:

Herr Ronald Förderer
Telefon: 034673 73 69 - 21
Telefax: 034673 73 69 - 15
E-Mail: werkstatt@gutshof-hauteroda.de

Anschrift Markus-Gemeinschaft:

Markus-Gemeinschaft e. V.
Eine Initiative für Mensch und Umwelt

Hauterodaer Str. 1
06577 An der Schmücke
Thüringen

Telefon: 034673 73 69 - 10
Telefax: 034673 73 69 - 15

info@markus-gemeinschaft.de

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